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Wissen

Lieferando-Provision: Was am Ende übrig bleibt

Der Bruttoumsatz auf der Plattform sieht gut aus — auf dem Konto kommt deutlich weniger an. Dieser Beitrag zeigt, welche Abzüge zwischen Bestellung und Deckungsbeitrag liegen und an welchen Stellen Betriebe tatsächlich etwas verändern können.

Die kurze Antwort: Von einer Lieferbestellung bleibt dem Betrieb deutlich weniger als der Bruttoumsatz. Abgezogen werden die Plattformprovision, gegebenenfalls Zahlungsgebühren, die Warenkosten und der anteilige Aufwand für Personal und Verpackung. Die genaue Provision hängt vom Vertrag und vom gewählten Modell ab — also davon, ob die Plattform nur vermittelt oder auch ausliefert.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Zwischen dem Betrag, den der Gast bezahlt, und dem, was am Ende im Betrieb bleibt, liegen mehrere Posten. Konkrete Prozentwerte stehen hier bewusst nicht, weil sie je nach Vertrag, Modell und Land unterschiedlich sind. Die eigenen Konditionen stehen im Restaurantportal und im Vertrag.

  • Plattformprovision — der Anteil, den die Plattform je Bestellung einbehält. Er fällt in der Regel unterschiedlich aus, je nachdem ob nur vermittelt oder auch geliefert wird.
  • Zahlungsabwicklung — je nach Vertrag eine gesonderte Gebühr für Online-Zahlungen, teils bereits in der Provision enthalten.
  • Wareneinsatz — die Zutaten des bestellten Gerichts, kalkuliert auf die tatsächliche Portionsgröße, nicht auf die geplante.
  • Verpackung — Boxen, Becher, Deckel, Besteck, Tüte. Ein Posten, der pro Bestellung klein wirkt und über den Monat deutlich sichtbar wird.
  • Personalanteil — die Arbeitszeit, die auf Zubereitung, Verpacken und Übergabe der Lieferbestellung entfällt.

Warum eigene Lieferung nicht automatisch günstiger ist

Die Rechnung „Provision sparen, selbst fahren“ geht nur auf, wenn man alles gegenrechnet: Fahrerinnen und Fahrer samt Lohnnebenkosten, Fahrzeug oder Rad, Wartung, Versicherung, Ausfallzeiten bei Krankheit und Wetter sowie die Leerzeiten, in denen jemand bezahlt wird und keine Bestellung offen ist.

Dazu kommt der Punkt, der sich am schwersten ersetzen lässt: die Reichweite. Die Plattform bringt Gäste, die den Betrieb sonst nicht gefunden hätten. Wer eigene Lieferung aufbaut, muss diese Nachfrage selbst erzeugen. In der Praxis fahren viele Betriebe deshalb zweigleisig — Stammkundschaft über den eigenen Kanal, Neukundschaft über die Plattform.

Drei Wege, die Marge zu verbessern

  1. 01

    Portionierung und Wareneinsatz überprüfen: nachwiegen statt schätzen. Abweichungen zwischen Kalkulation und Praxis sind der häufigste stille Margenverlust in der Küche.

  2. 02

    Preise für die Plattform getrennt vom Hausgeschäft kalkulieren, weil die Gebühren mit einkalkuliert werden müssen. Ob und in welchem Umfang abweichende Preise zulässig sind, regelt der jeweilige Plattformvertrag — das gehört vor der Änderung geprüft.

  3. 03

    Den Bestellwert erhöhen statt nur die Bestellanzahl: sinnvolle Beilagen, Getränke und Menükombinationen anbieten. Ein großer Teil des Aufwands fällt pro Bestellung an, nicht pro Gericht — die zweite Position auf derselben Bestellung ist deshalb deutlich rentabler als eine zusätzliche Bestellung.

Was eine zweite Marke daran ändert

Eine zweite Marke senkt die Provision nicht. Sie ändert etwas anderes: die Zahl der Bestellungen, die aus derselben Küche kommen. Miete, Geräte, Grundpersonal und Energie sind bereits bezahlt — sie fallen an, ob der Herd läuft oder nicht.

Deshalb trägt zusätzlicher Umsatz aus einer bestehenden Küche überproportional zum Deckungsbeitrag bei, obwohl die Provision je Bestellung dieselbe bleibt. Wie sich Bestellungen überhaupt erhöhen lassen, steht in mehr Bestellungen bei Lieferando; die Bedingungen bei somaFood stehen unter Kosten und Konditionen, und wer konkret werden will, meldet sich über Partner werden.

Das ist eine Einordnung, keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die eigenen Vertragsbedingungen mit der Plattform; im Zweifel gibt die Steuerberatung oder der Branchenverband Auskunft.

Was eine zweite Marke für deine Küche bedeutet, rechnen wir gemeinsam durch.

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Wie hoch ist die Provision bei Lieferando?

Das hängt vom Vertrag und vom Modell ab — ob die Plattform nur vermittelt oder auch ausliefert. Eine allgemeingültige Zahl nennt Lieferando nicht. Die eigenen Konditionen stehen im Restaurantportal und im Vertrag.

Darf ich auf der Plattform höhere Preise verlangen als im Haus?

Das regelt der jeweilige Plattformvertrag. Manche Verträge lassen abweichende Preise zu, andere schränken sie ein. Vor einer Änderung gehört der eigene Vertrag geprüft, im Zweifel mit rechtlicher Beratung.

Lohnt sich eigene Lieferung?

Nur, wenn Fahrer, Fahrzeug, Versicherung, Ausfallzeiten und die fehlende Reichweite der Plattform mit eingerechnet werden. Viele Betriebe fahren deshalb zweigleisig.

Kann ich die Provision verhandeln?

Konditionen sind Vertragssache und hängen unter anderem vom gewählten Modell und vom Bestellvolumen ab. Ein Gespräch mit der Ansprechperson der Plattform kostet nichts.

Was kostet eine zweite Marke bei somaFood?

Es fallen keine Einstiegskosten, keine Eintrittsgebühr und keine Investition in Ausstattung an. Die Beteiligung am Umsatz der Marke besprechen wir im persönlichen Gespräch und halten sie schriftlich fest. Alle Details stehen unter [[costs|Kosten und Konditionen]].

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