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Mehr Bestellungen bei Lieferando: Was wirklich hilft
Der Eintrag läuft, die Küche ist bereit — und trotzdem bleibt das Bestellaufkommen hinter den Erwartungen zurück. Die guten Nachrichten: Ein Großteil der Sichtbarkeit auf Lieferplattformen lässt sich vom Betrieb selbst beeinflussen. Dieser Beitrag ordnet die Stellschrauben, die es tatsächlich gibt.
Die kurze Antwort: Die Sichtbarkeit auf Lieferplattformen hängt vor allem von drei Dingen ab — davon, in welchen Kategorien ein Betrieb überhaupt gelistet ist, von der Qualität des Eintrags mit Fotos, Beschreibungen und Vollständigkeit des Menüs, und von operativen Kennzahlen wie Annahmequote, Zubereitungszeit, Stornoquote und Bewertungen. Wer bereits an allen Stellschrauben gedreht hat, kann seine Sichtbarkeit in der Regel nur noch erhöhen, indem er in einer zusätzlichen Kategorie erscheint.
Warum die Bestellungen ausbleiben
Auf einer Lieferplattform sucht der Gast fast nie nach einem Restaurantnamen. Er öffnet die App, wählt eine Kategorie — Burger, Pizza, Chicken, asiatisch — und sieht eine Liste. In dieser Liste konkurriert der eigene Eintrag mit allen anderen Betrieben im Liefergebiet, die dieselbe Kategorie bedienen. Wer weiter unten steht, wird nach Erfahrung vieler Betreiber schlicht nicht mehr gescrollt.
Das erklärt, warum gute Küche allein nicht reicht: Der Gast entscheidet zuerst über ein Vorschaubild und eine Zeile Text, lange bevor er das Essen kennt. Wer mehr Bestellungen will, arbeitet deshalb an zwei Fronten — an der Qualität des eigenen Eintrags und an der Frage, in wie vielen Kategorien er überhaupt auftaucht.
Was du am Eintrag selbst verbessern kannst
Diese Punkte lassen sich im Restaurantportal ohne fremde Hilfe erledigen und sind in der Regel der schnellste Weg zu mehr Bestellungen.
Menü vollständig pflegen
Viele Betriebe listen nur eine Kurzauswahl. Jedes Gericht, das nicht eingetragen ist, kann nicht bestellt und nicht gefunden werden. Ein vollständiges Menü mit sauberer Gliederung in Gruppen macht den Eintrag zugleich übersichtlicher.
Eigene Fotos statt Standardbildern
Plattform-Standardbilder zeigen ein Gericht, nicht dein Gericht. Nach Erfahrung von Betreibern ist das eigene, gut ausgeleuchtete Foto bei jedem einzelnen Gericht eine der wirksamsten Änderungen überhaupt — nicht nur beim Titelbild.
Beschreibungen präzise formulieren
Zutaten nennen, Schärfe und Portionsgröße einordnen, Beilagen angeben. Das reduziert Rückfragen, Reklamationen und Enttäuschungen — und liefert der Suche zugleich mehr Anhaltspunkte.
Kategorien und Zuordnung prüfen
Ist der Betrieb in der Kategorie gelistet, in der er tatsächlich stark ist? Sind die einzelnen Gerichte den richtigen Gruppen zugeordnet? Eine falsch gesetzte Zuordnung kostet Sichtbarkeit, ohne dass es im Alltag auffällt.
Öffnungszeiten realistisch hinterlegen
Wer regelmäßig als geschlossen erscheint, obwohl die Küche läuft, verliert Bestellungen doppelt: in der Stunde selbst und als Gewohnheit der Stammgäste. Pausen, Feiertage und Sonderzeiten gehören gepflegt.
Was die Plattform an dir misst
- Annahmequote — wer Bestellungen häufig ablehnt, wird in der Regel schlechter ausgespielt. Besser ist es, in Stoßzeiten die Zubereitungszeit anzupassen, als Bestellungen abzuweisen.
- Zubereitungszeit — sie sollte realistisch statt geschönt sein. Eine ehrliche Angabe, die eingehalten wird, wirkt sich längerfristig besser aus als eine kurze, die regelmäßig gerissen wird.
- Stornoquote — abgebrochene Bestellungen sind das teuerste Signal: Der Gast bekommt kein Essen, die Plattform bekommt eine Beschwerde, der Betrieb bekommt eine schlechte Bewertung.
- Bewertungen und Reaktionszeit — nicht nur die Note zählt, sondern auch, ob und wie schnell auf Kritik geantwortet wird. Eine kurze, sachliche Antwort genügt meistens.
Was Aktionen wirklich bringen
Rabatte und Aktionen erhöhen die Sichtbarkeit kurzfristig: Der Eintrag bekommt eine Markierung, taucht in Aktionslisten auf und wird häufiger geklickt. Der Preis dafür ist die Marge, denn der Nachlass geht zusätzlich zu den ohnehin anfallenden Gebühren vom eigenen Umsatz ab.
Sinnvoll sind Aktionen deshalb vor allem als Werkzeug für den Start einer neuen Marke oder eines neuen Gerichts, um die ersten Bestellungen und die ersten Bewertungen zu bekommen. Als Dauerzustand erzieht ein Rabatt die Gäste auf den Rabatt — und was am Ende übrig bleibt, zeigt erst die Rechnung nach Provision und Kosten.
Der Hebel, den die meisten übersehen
Alle bisherigen Punkte verbessern die Position innerhalb einer Kategorie. Irgendwann ist dieser Weg ausgereizt: Das Menü ist vollständig, die Fotos sind gut, die Kennzahlen stimmen — und der Betrieb steht trotzdem hinter drei etablierten Konkurrenten.
An diesem Punkt hilft nur noch, in einer weiteren Kategorie zu erscheinen. Denn gesucht wird nach Kategorien, nicht nach Restaurantnamen. Ein Betrieb mit einem Eintrag ist in einer Kategorie sichtbar. Zwei Marken aus derselben Küche bedeuten zwei Einträge, zwei Kategorien und zwei Chancen, gefunden zu werden — ohne zusätzliche Miete, ohne zusätzliches Personal. Wie das rechtlich und praktisch funktioniert, steht in zwei Marken aus einer Küche; was das für die Auslastung der eigenen Küche bedeutet, ist an anderer Stelle beschrieben. Bei somaFood fallen dafür keine Einstiegskosten an.
Welche zusätzliche Kategorie in deinem Gebiet noch frei ist, sagen wir dir auf Anfrage.
- Unverbindlich — deine Nachricht verpflichtet dich zu nichts.
- Persönliche Antwort von unserem Team.
- Wir prüfen direkt, ob dein Gebiet noch frei ist.
Warum sinken meine Bestellungen plötzlich?
Häufige Gründe sind neue Wettbewerber in derselben Kategorie, veränderte Bewertungen, unbemerkt hinterlegte Schließzeiten, ausgelaufene Aktionen oder schwächere operative Kennzahlen wie eine gestiegene Ablehnungsquote. Ein Blick in die Statistik des Restaurantportals zeigt meist, welcher Punkt sich verändert hat.
Beeinflussen Bewertungen die Sichtbarkeit?
Nach Erfahrung von Betreibern ja: Bewertungen sind eines der Signale, die in die Reihenfolge einfließen, und sie entscheiden zusätzlich darüber, ob ein Gast einen sichtbaren Eintrag auch anklickt. Die genaue Gewichtung legen die Plattformen nicht offen.
Bringt ein Rabatt mehr Bestellungen?
Kurzfristig in der Regel ja, weil der Eintrag höher und mit Markierung erscheint. Der Nachlass geht aber voll von der Marge ab. Als Startsignal für eine neue Marke sinnvoll, als Dauerlösung selten.
Kann ich mehrere Kategorien belegen?
Mit einem einzelnen Eintrag ist die Zuordnung begrenzt, weil er für ein Konzept steht. Wer wirklich in einer weiteren Kategorie erscheinen will, braucht in der Regel einen zweiten Eintrag — also eine zweite Marke aus derselben Küche.
Hilft es, die Zubereitungszeit kürzer anzugeben?
Nein. Zu kurze Angaben führen zu Verspätungen, und verspätete Bestellungen werden schlechter bewertet. Eine realistische Zeit, die eingehalten wird, ist der bessere Weg.